03841 - Geschichten meiner Stadt Wismar

„Ich habe vom Leben gelernt, dass ich viel mehr die Welt mit Kinderaugen sehen sollte. Sie bringen mehr Gelassenheit und Ruhe mit. Was uns Erwachsenen nervös und unruhig macht, stört Kinder noch lange nicht. Zweitens: vertraue nie dem Anderen, am besten nur dir selbst. Wenn man darauf wartet ‚der Andere wird schon helfen‘ wird man schnell enttäuscht.“

„Wo wärst du jetzt am liebsten?“
Ich wäre jetzt am liebsten mit meiner JumpCrew Wismar zusammen – das was ich dort versuche, Kindern und Jugendlichen zu geben, bekomme ich ehrlich zurück und das ohne Wartezeit und Falschheit!

„Macht die Stadt genug für die Jugend?“
Leider immer weniger… die Schließung von Jugendeinrichtungen in Brennpunkten halte ich für falsch. Jugendeinrichtungen, die um 18/19 Uhr schließen, sind keine ehrlich gemeinte Jugendarbeit. Bis 22 Uhr sollten sie geöffnet haben, zumindest Freitags.

„Ich habe vom Leben gelernt, dass man Familie und Freundschaft nicht in Geld wiegen kann.“

„Wo wärst du jetzt am liebsten?“
In New York. Da wollte ich immer mal hin.

„Wenn du in der Zeit zurückreisen könntest, welchen Beruf würdest wählen und warum?“
Ich würde Soundengineer machen da es mir bei meiner Musik sehr helfen würde.

„Was für Musik machst du denn?“
Ich mache seit etwa 2006 deutschen Rap. Zwischendurch mit vielen Pausen aber trotzdem irgendwie immer am Ball geblieben.

03841 - Geschichten meiner Stadt Wismar

Ich kenne Jan schon gefühlte 20, aber geschätzt vielleicht 15 Jahre und war froh, dass ich ihn für mein Projekt gewinnen konnte. Es passiert immer wieder, dass man gewisse Menschen aus den Augen verliert und dann nach Jahren in dieser kleinen schönen Stadt an der Ostsee wieder findet. Das macht Wismar aus, wie ich finde. Also das und vieles andere auch.

„Ich habe vom Leben gelernt, dass man das Leben nicht zu ernst nehmen sollte, Falten nichts anderes als Orden sind, gewinnen nicht wichtig ist, so lange man gewinnt, man im Streit mit seinen Zimmerpflanzen auch mal nachgeben muss, man das Produkt seiner Lebensumstände ist, man viel zu selten die psychovegetativen Batterien auflädt und das man aus Felern lernt.“

„Was würdest du aus / mit dem Platz am Marienkirchtum machen?“
Zunächst mal eine verkehrsberuhigte Zone, die Zufahrt aus der Lübschen Straße Richtung Negenchören wieder sperren, den großen Parkplatz in eine Grünfläche verwandeln, wie es vorher mal war. Den Bereich der Aufmauerung kann ich mir als eine Art Park vorstellen. Schön, aber utopisch, wäre dort ein Bereich für Kleinkunst, Livemusik oder Open Air Kino im Sommer. Sollte ich im Lotto gewinnen, würde ich das Kirchenschiff von St. Marien wieder aufbauen. Das restliche Geld käme der Alten Schule zugute. Aus der JAA könnte man übrigens ein nettes Hostel machen. Mit netteren Bewohnern, als vorher.